Wahlrecht ab Geburt 2017-03-20T10:11:49+00:00

Du bist unter 18?
Dann darfst du nicht wählen
Gerecht finden wir das nicht!

Die fehlende politische Vertretung unserer jüngsten Generation (0-17 Jahre) ist eine normative Schwachstelle unserer Demokratie. Bis heute bleiben so 13 Millionen Bundesbürger von den Bundestagswahlen ausgeschlossen.

18 Jahre lang haben Kinder und Jugendliche kein Stimmrecht, obwohl sie von heute gefällten Entscheidungen am längsten betroffen sein werden. Auf diese Weise bleibt die Vertretung der Interessen junger Menschen allein abhängig vom guten Willen.

Angesichts des demographischen Wandels wird sich das Problem der Generationengerechtigkeit zusätzlich zu Ungunsten von Kindern und Jugendlichen verschärfen. Es besteht kein Zweifel daran, dass Kinder sowohl Teil des Volkes im Sinne des Grundgesetzes sind, als auch mit ihrer Geburt Grundrechte erwerben.

Deshalb setzen wir uns für Kinder und Jugendliche ein, denn nur wer wählt, zählt!

 Artikel 20
Abs. 2 GG

„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen […] ausgeübt.“

Zum Grundgesetz

Das Problem … 

Kinder und Jugendliche …

  • haben keine gewählte politische Vertretung
  • dürfen aufgrund einer willkürlich gesetzten Grenze das Wahlrecht nicht ausüben
  • sind ein großer Teil unserer Bevölkerung: 13 Millionen Menschen sind vom Wahlrecht ausgeschlossen
  • wollen wählen, dürfen es aber nicht
  • stellen sich gegen Argumente, die bereits das allgemeine Wahlrecht und das Frauenwahlrecht verhindern wollten

Wir wollen …

  • der Zukunft unseres Landes – den Kindern und Jugendlichen – endlich eine Stimme geben
  • die jüngste Generation stärken
  • die Menschen für ein wirklich allgemeines und freies Wahlrecht sensibilisieren
  • einen überparteilichen Austausch ermöglichen, wie unsere Demokratie zukunftsfest gemacht werden kann
  • eine bessere Repräsentanz von 13 Millionen Bundesbürgern
  • ein offenes Ohr für die Belange und Wünsche von Kinder, Jugendlichen und Familien

Die Lösung …

Das Wahlrecht ab Geburt entspricht den Erfordernissen von Artikel 20 Abs. 2 GG, wonach alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht. Notwendig ist dazu die Änderung von Art. 38 Abs. 2 Satz 1 GG, demzufolge wahlberechtigt ist, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Daran anschließend befürworten wir eine Änderung des Bundeswahlgesetzes dahingehend, dass das Wahlrecht in Anlehnung an Art. 6 GG bzw. die im BGB geregelte elterliche Fürsorge (§ 1626 BGB) treuhänderisch und zum Wohle der Kinder durch die Eltern ausgeübt wird.

Nun ist es möglich, dass das Wahlrecht entweder bis zum 18. Lebensjahr der Kinder durch die Eltern treuhänderisch ausgeübt wird oder nur so lange bis sich die jungen Menschen selbst in das Wählerverzeichnis eintragen lassen. Dadurch wird gewährleistet, dass sie selbst bestimmen können, ab wann sie ihr Wahlrecht eigenständig wahrnehmen. Mit letzterer Regelung würde die Autonomie der jungen Menschen soweit wie möglich gewahrt, ohne dass sein Wahlrecht in der Zeit, in der er es noch nicht ausüben kann, verloren geht.

Neuigkeiten zur Kampagne

Weitere Artikel gibt es in unserem Blog

„Alle Generationen profitieren von einem Wahlrecht ab Geburt”

Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D.