Interview: Alexander Schoch (Bündnis 90/Die Grünen, MdL)

Warum unterstützen Sie die Kampagne „Nur wer wählt, zählt!“?

Da mir bewusst wurde, dass 13 Millionen Bundesbürger, also Kinder und Jugendliche, keine Stimme haben. Und dies obwohl uns klar ist, dass Kinder unsere Zukunft sind.

Welche Argumente sprechen für ein Wahlrecht ab Geburt?

Erst ein Wahlrecht ab Geburt macht unsere Demokratie zukunftsfest! Junge Menschen haben eine hohe Wertschätzung für die Demokratie und wollen mitbestimmen, wer ihre Zukunft gestaltet.

Wie wird sich unsere Gemeinschaft Ihrer Meinung nach verändern, wenn auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wahlberechtigt sind?

Wir Politiker wären weitaus stärker gefordert, die Politik verständlich zu erklären und sie hinsichtlich der Auswirkungen auf die künftigen Generationen zu prüfen. Das wäre tatsächlich nachhaltige Politik

Welche Unterstützung brauchen junge Wähler, um ihr Wahlrecht auszuüben?

Die jungen Wähler sind selbstbewusst und sie interessieren sich für Politik und wollen unsere Gesellschaft mitgestalten. In vielen Bereichen mache ich immer wieder die Erfahrung, dass die jungen Menschen neugierig sind, sie fragen nach – manchmal naiv und oft auch sehr kompetent. Genauso wie die Erwachsenen. Im Gegensatz zu ihnen allerdings haken die Jungen nach, wenn Antworten ausweichend oder unklar sind. Ich glaube diese Eigenschaften sind gute Voraussetzungen um das Wahlrecht auszuüben.


Auf welchem Weg kann das Wahlrecht ab Geburt Ihrer Meinung nach durchgesetzt werden?

Hier ist viel Öffentlichkeitsarbeit gefordert, aber im Endeffekt wird der Bundestag darüber entscheiden und dies hoffentlich bald und dies ohne Petition und ohne verfassungsrechtlichen Druck, sondern mit Einsicht.

—————————————————————————————————————–

Alexander Schoch ist Landtagsabgeordneter der Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg. 2016 gewann er als erster Grüner das Direktmandat im Wahlkreis Emmendingen. 

Sein politischer Schwerpunkt ist der ländliche Raum, dabei gilt sein besonderes Interesse der Infrastruktur- und Arbeitsmarktpolitik, der Energie- und Verkehrspolitik sowie der Bildungspolitik.

2017-03-20T04:30:55+00:00

Leave A Comment